Riso in Italy, dal cabaret alla TV

Italienischer Humor, vom Cabaret ins Fernsehen

Nach der glorreichen Epoche der Cafés-concerts und Varietés, die in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts populär waren, zog das humoristische Lied ab den 1950er Jahren – zusammen mit der Revue – in die Theater und kleinen Clubs um, in denen eine lässige, träumerische  Atmosphäre nach dem Vorbild der Pariser Kellerlokale herrschte. Die große Zeit des Cabarets bricht an und geht einher mit Existenzialismus, schwarzem Humor und Gesellschaftskritik. Das vitale Zentrum ist Mailand und das Repertoire bestimmen Künstler wie  Dario Fo, Paolo Poli, die Gufi und Enzo Jannacci, die sich in Symbiose mit der fruchtbaren Szene des neuen Autorenlieds, der Dialektmusik und der „Canzoni della Mala“ (´Unterweltmusik`) um Ornella Vanoni, Milly, Giorgio Strehler und anderer Künstler bewegen. Der prägende Einfluss Mailands setzt sich auch in den 1960er Jahren fort, als das Cabaret im Fernsehen Einzug hält, zusammen mit vereinzelten Auftritten (Pippo Franco, Franco Nebbia, Roberto Benigni), dank der Unterhaltungsprogramme der RAI. Die Sammlung führt auf eine Reise durch den italienischen Humor, von 1959, als ein unbekannter Alberto Arbasino Lieder für Laura Betti schreibt, bis 2015, als Checco Zalone in Der Vollpfosten,  dem erfolgreichsten italienischen Film aller Zeiten, einen alten Hit von Celentano als Parodie aufgreift. In die Zeit dazwischen fallen Albernheiten aus der Frühzeit des Fernsehens (Celentanos Ringo) und späteren Jahren (Elio, Cara ti amo).