KINDERLIEDER

KINDERLIEDER

Seit jeher hatte das Reich der Kinder seinen eigenen Platz in der italienischen Musiklandschaft – man denke nur an die volkstümlichen Reim – und Wiegenlieder, die in den einzelnen Regionen des Landes gesungen wurden. Ab der Erschließung der Konsumentenkategorie „Kind“ galten Kinderlieder als begehrtes Produkt der Unterhaltungsindustrie und ,dem Beispiel der PopkulturAmerikas folgend, wo bereits seit den Dreißiger Jahren speziell für Kinder entwickelte Produkte (Spiel- und Zeichentrickfilme, Lieder, Comics und Zeitschriften) erfolgreich vermarktet wurden, schlossen sich auch in Italien Rundfunk, Kino, Fernsehen und Schallplattenverlage zum selben Zwecke zusammen. Diese Entwicklung nahm 1959 mit der Erstausstrahlung des dem Kinderlied gewidmeten und von der Wohltätigkeitsorganisation Antoniano dei Frati Minori aus Bologna ins Leben gerufenen Gesangswettbewerbs Zecchino d’Oro ihren Anfang, eine Veranstaltung, die in den Folgejahren Schule machen und ab 1969 europaweit übertragen werden sollte. Im Laufe der Jahre wurden junge Talente aus allen fünf Erdteilen zu der nunmehr internationalen Ausscheidung zugelassen, wobei jedoch die italienischen Konkurrenten stets in der Überzahl blieben. Das vorliegende Kapitel enthält Titelmelodien unvergesslicher TV-Programme für Kinder – von Fernsehserien bis hin zu Trickfilmen – von denen zahlreiche, auch dank ihrer Interpretation durch bei der Elterngeneration populären Stars, die Hitparaden stürmen konnten. Präsentiert werden Songs und Melodien des Kinderfernsehens, Reimlieder und musikalische Spiele aus dem Kindergarten sowie von Liedermachern speziell für die jungen Zuhörer komponierte Stücke, welche, von Größen des Pop, Rock und der Tanzmusik vertont, zu durchschlagenden Erfolgen werden sollten. Ein eigenes Kapitel bilden die Weihnachtslieder, in denen dem Kind - dank seiner Identifikation mit Jesus Christus - eine zentrale Bedeutung zukommt. Das zunächst in den volkstümlichen Traditionen der einzelnen Regionen verwurzelte weihnachtliche Liedgut bereicherte sich, im Zeichen einer zunehmenden Globalisierung und Medialisierung dieses Festes, im Laufe der Zeit um zahlreiche Coverversionen des vielfältigen Repertoires angelsächsischer Herkunft sowie um verschiedene bis dato unbekannte Stücke.
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