Nessuno mi può giudicare

NESSUNO MI PUO’ GIUDICARE (Pace-Panzeri-Beretta-Del Prete) - Caterina Caselli – 1966

Eigentlich sollte Adriano Celentano dieses Lied 1966 auf dem Festival von Sanremo singen, aber er entschied sich für Il ragazzo di via Gluck und so verhalf es einer jungen Sängerin zum Durchbruch, die mit rosafarbenem Fender-Bass und blondem Pagenkopf (von daher der ewige Spitzname Casco d’Oro), den die Mailänder Trendfriseure Fratelli Vergottini kreiert hatten, auf der Bühne erschien. Caterina Caselli war von Anfang an das „Beat-Mädchen“ schlechthin und dieser mit Wut vorgetragene Titel verkörperte den Mitte der 1960er Jahre aufkommenden Kontrast zwischen den Generationen perfekt. Gene Pitney ist der ideale Partner bei ihrem Auftritt auf dem Festival und auf das Lied folgt im Anschluss ein erfolgreicher Film (gleichen Titels, Regie führt Ettore Fizzarotti). Später werden die Vorwürfe, das Lied sei wegen der Ähnlichkeit mit den ersten Noten des neapolitanischen Klassikers Fenesta ca lucive ein Plagiat, widerlegt und Pitney nimmt es auch auf Französisch, Englisch und Deutsch auf, während sich Caselli auf eine spanische Version beschränkt (Ninguno me puede juzgar); 2000 wird es zur Hymne des Gay Pride und schließlich gibt das Stück 2011 erneut einem Film den Titel, bei dem Massimiliano Bruno Regie führt.

Nessuno mi può giudicare
Zusatzinformation
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Anno 1966
Artista Caterina Caselli
Album Qualcuno mi può giudicare
Casa discografica Sugar Music